
Wie wir Sie bereits informierten, steht unser Bürgermeisterkandidat Uwe Schmidt unter buergermeister-fuer-hilgert(at)gmx.de für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Von dieser Möglichkeit machen auch mehrere Bürgerinnen und Bürger gebrauch. Anbei finden Sie ein Beispiel von Fragen eines Bürgers aus Hilgert und den Antworten von Uwe Schmidt:
Sehr geehrter Herr Schmidt!
In der Ausgabe des Kannenbäckerland-Kuriers 09/2014 haben Sie sich mit ihrer neuen Mail-Adresse kurz vorgestellt. An dieser Stelle danke ich Ihnen für ihre Bereitschaft, dieses zeit-intensive Ehrenamt des Ortsbürgermeisters anzustreben;
Anscheinend sind Sie ja der einzige aus der Gemeinde, der persönlich diese Bereitschaft aufbringt und sich dieses Ehrenamt zutraut.
Sehr geehrter Herr B.,
vielen Dank für Ihr Schreiben, das ich Ihnen hiermit gerne beantworte. Für mich ist die ehrenamtliche Arbeit in Hilgert schon immer eine Herzensangelegenheit gewesen. Seit über 30 Jahren engagiere ich mich für die Ortsgemeinde und deren Bürgerinnen und Bürger. Im Gemeinderat Hilgert bin ich nun seit 20 Jahren, davon die letzten 10 Jahre als Beigeordneter. Für mich war es ein logischer Schluss, dass ich mich nun, nachdem der jetzige Ortsbürgermeister Wolfgang Gelhard nicht mehr kandidiert, für dieses Amt zur Verfügung zu stelle. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Institutionen und Bürgerinnen und Bürger unserer wunderschönen Gemeinde.
Zu Ihrer unten angesprochenen Thematik gebe ich Ihnen gerne meine Sichtweise bekannt.
In der gleichen Ausgabe hat der CDU-Ortsverband auszugsweise dargestellt,dass der Kauf des WW-Bank Gebäudes aus deren Sicht angesichts des Schuldenbergs ein Fehler sei.
Wie stehen Sie als Bürgermeisterkandidat zu diesem Thema?
Ich bin ohne wenn und aber für die Investition dieser Immobilie. Die zentrale Lage dieses Gebäudes ist für die Möglichkeiten, die sich der Ortsgemeinde mit diesem Objekt bietet, einmalig. Hier können alle Projekte durchgeführt werden, die in der damaligen Dorfmoderation angesprochen wurden. Die bisherige Immobilie in der Brunnenstraße wird nicht mehr notwendig sein. Ob es sich um das Bürgermeisteramt handelt, einen Versammlungsraum für z.B. den Gemeinderat, die Bücherei, einen Raum für Events (z.B. Lesungen) oder wo sich die Generationen treffen können und, und, und …, die Möglichkeiten sind noch gar nicht richtig abzuschätzen. Auch wäre eine Erweiterung des Hauses in späteren Jahren möglich, um z.B. wieder eine Grundversorgung über einen Dorfladen zu generieren. Die Nähe zum Bommert ist ebenfalls positiv zu sehen, da wir hier eine sehr nahe Verbindung zum Bommertfest etc. haben.
Summa Summarum denke ich, dass es ein großer Fehler gewesen wäre, diese Immobilie nicht zu übernehmen.
Ist die Ortsgemeinde Pleite? Und sind tatsächlich so viele notwendige Instandsetzungen rund um die Pfeifenbäckerhalle zurückgestellt worden?
In den 90-er Jahren wurden viele Investitionen im Dorf unumgänglich, wie z.B. Friedhoferweiterung und Kindergarten. Weitere Maßnahmen, wie z. B. Bommert und Pfeifenbäckerhalle haben das Leben in der Gemeinde verbessert. Das hat viel Geld gekostet und daher lag in den vergangenen Jahren das Hauptaugenmerk des Gemeinderates auf der Reduzierung der Schulden. Diese Maßnahmen haben gefruchtet, hat die Gemeinde doch zwischenzeitlich einen ausgeglichenen Haushalt und kann die Zukunft auch wieder innovativ angehen. Es ist allerdings korrekt, dass wir die weitere Entschuldung im Auge behalten müssen, was auch ein Hauptpunkt meiner zukünftigen Arbeit als Ortsbürgermeister sein wird.
Von Pleite kann absolut keine Rede sein.
Die Pfeifenbäckerhalle ist in die Jahre gekommen. 20 Jahre intensive Nutzung haben ihre Spuren hinterlassen. Hier werden wir entsprechende Haushaltsmittel einstellen müssen, um auch diese Immobilie weiterhin in der bekannten Form nutzen zu können. Darüber hinaus ist es ja geplant, den Vorplatz neu zu gestalten. Ein Vorhaben , was auf meiner Agenda ebenfalls ganz vorne angesiedelt ist. Es darf nicht sein, dass durch die neue Immobilie die Pfeifenbäckerhalle leidet. Das werde ich verhindern.
Hat die Gemeinde innerhalb der letzten Jahre keine Investitionen in innerörtliche Erhaltungsmaßnahmen und Strukturen tätigen können?
Das Investitionsvolumen wurde aufgrund des Schuldenabbaus auf das Minimum reduziert. Nur absolut notwendige Maßnahmen zur Erhaltung der Substanz wurden genehmigt. Darüber hinaus waren Sanierungsmaßnahmen an der Sonnenfeld-Grundschule und die Erweiterung im Kindergarten als Priorität anzusehen. Das wird sich aufgrund der guten Haushalts-situation in der Zukunft verbessern. Hier bin ich bereit, zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern kreativ und sachbezogen Maßnahmen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Ortsgemeinde anzugehen.
Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung